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Das Geschäft mit Big Data. Yandex arbeitet jetzt mit Intel zusammen. Big Data Anwendungsbeispiele

Veröffentlicht in: Online Handel und E-Commerce, am: 12 Mai 2015 | No Comments |

Big Data, hinter diesem Begriff scheint das ganz große Geschäft zu stecken. Die Unternehmen, die sich aus ihrem Geschäftsfeld heraus schon mit Daten befassen, sehen hier ein unvorstellbar großes Potenzial und sprudelnde Geldquelle der Zukunft. Wer hat nun Big Data?

Neben einigen wenigen Unternehmen und Geheimdiensten, sitzen die Suchmaschinen quasi in der ersten Reihe. Die russische Suchmaschine Yandex hat sich jetzt einen internationalen Partner ins Boot geholt, der kein Geringerer als Intel ist. Der russische Suchriese ist nun in das „Intel Cloud Technologie“ Marketing Programm eingestiegen und drängt auf den Markt des Big Data. Mit Big Data beschäftigt sich die Abteilung „Yandex Data Factory“. Die YDF wurde von Yandex im Dezember 2014 ins Leben gerufen.

Big Data

Big Data (c) Bildquelle: flickr / Dennis van Zuijlekom / CC BY 2.0

 

„Think Big“ – Big Data braucht große Unternehmen

Für die Verarbeitung großer Datenmengen braucht es die Zusammenarbeit großer Unternehmen. Auch Ksenia Yolkina, Vize Präsidentin für die Unternehmensentwicklung bei Yandex, sieht hier zwingend die Zusammenarbeit von Unternehmen in der entsprechenden Größenordnung.

Fakt ist wohl immer noch, dass Yandex im Ausland noch als eine Art Startup wahrgenommen wird. Wie Ksenia Yolkina mitteilte, solle die Partnerschaft mit Intel ein wenig diese Wahrnehmung im Ausland korrigieren und die Verhandlungen mit anderen Unternehmen erleichtern.

Yandex ist kein Startup, die Zusammenarbeit mit Intel bekräftigt das einmal mehr

Igor Sysoev, Leiter der Entwicklung für neue Unternehmensprojekte bei Intel sagte, dass sich die Partnerschaft gleichermaßen für beide Unternehmen lohne, da jeder Kunde von Yandex sich entweder eigene Intel-Server holen muss, oder Yandex stockt selbst auf.

Alexander Khaytin, Projektleiter bei Yandex Data Factory, bekräftigte die Wichtigkeit von Big Data für die künftigen Geschäfte beider Unternehmen und sehe direkte Vorteile für beide Unternehmen.

Big Data. Praktische Anwendung

Bis heute realisierte Yandex gemeinsame Projekte mit seinem langjährigen Partner „“ und dem Pharmaunternehmen „AstraZeneca“. Im Bereich Big Data gab es eine Untersuchung, die von dem Spielehersteller „Wargaming“ in Auftrag gegeben wurde und Yandex für die Datenerhebung benötigte.

Bei dem Computerspiel „World of Tanks“ wurde das Verhalten von 100.000 Spielern analysiert. Neben den Hunderten von Parametern, die Aufschluss über das Verhalten der User gibt, hat man einen Aspekt besonders beleuchtet. Man versuchte anhand von Spielverhalten der einzelnen Spieler zu sehen, wann sie voraussichtlich das Spiel verlassen würden. Das war deshalb so wichtig, da es sich in dieser Zeit als besonders effektiv erweisen könnte bestimmte Rabatte oder Boni anzubieten, um den Spieler länger bei dem Angebot zu halten.

World of Tanks von Wargaming

World of Tanks von Wargaming

 

Yandex Big Data Abteilung prognostiziert Abfluss der Spieler von „World of Tanks“

Yandex Data Factory (YDF) realisierte das Projekt zur Vorhersage zum Abfluss von Spielern des Spiels „World of Tanks“ für das Unternehmen Wargaming.

„Loyalität und Kundenzufriedenheit sind auch bei den Online Games, die Faktoren die Betreibern von Onlineplattformen für Games wichtig sind. Die Arbeit von Yandex Data Factory sucht nach Daten, die darüber Aufschluss geben können, wann beispielsweise Spieler ein Spiel verlassen oder andere Schlüsselaktionen vornehmen“

– berichtet Yandex im unternehmenseigenen Blog.

Bei der Analyse der Daten, wählte man bei YDF 100.000 Spieler aus, die in der Vergangenheit mehr als 20 Spiele innerhalb eines Jahres online gespielt haben. Anhand des Vorhersagemodells von dem SEO’s schon bekannten „MatrixNet“ kann der Abfluss von Gruppen ausgemacht werden und nachfolgende Maßnahmen, speziell auf diese Spieler hin abgestimmt werden. Das sind vielfach Sonderangebote oder Prämien.

Nach Angaben von Yandex, ist die Genauigkeit von Daten, die von Yandex erhoben wurden, um 20 bis 30 Prozent höher, als die Daten, die von der Gamingindustrie stammen.

Derzeit arbeitet YDF an rund 20 weiteren Big Data-Erhebungen, die von Unternehmen verschiedener Branchen in Auftrag gegeben wurden. Einer dieser Projekte ist ein interessantes Verkehrsprojekt, bei dem es um Wahrscheinlichkeitsannahmen und Prognosen für Staus und Unfälle geht. Das System berechnet Situationen auf den Straßen und zeigt Prognosen und Updates interaktiv in Kartenformaten an.

Traffic

Traffic (c) Bildquelle: flickr / Robert Couse-Baker / CC BY 2.0

 

Yandex Big Data Fabrik entwickelte ein System zur Vorhersage von Verkehrsstaus und Unfällen

Big Data im Straßenverkehr. Bei einem der innovativsten Projekte von YDF, handelt es sich um eine Kooperation mit dem russischen Verkehrsministerium. Ein System soll Verkehrssituationen anhand von Datenmaterial besser voraussagen können.

Dieses System baut auf heterogenen Daten auf, die über mehrere Jahre gesammelt wurden. Die Informationen über Verkehrsstaus, Wetter- und Unfallberichte, Straßenbeschaffenheit, Fahrspuren und Beschilderung stehen in Korrelation zueinander. Die entsprechende Verarbeitung ließ Bedienungen und Ereignisse festlegen, die vor der Entstehung von Staus und Unfälle auftreten.

Das System deckt 2.196 Kilometer Straßen ab. Jede Straße wird in 1-Kilometer-Stücke geteilt und zu jedem wird Durchschnittsgeschwindigkeit für eine Stunde, sowie auch die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls für vier Stunden vorausgesagt. In ausgewiesenen, durch das System entdeckten und ausgezeichneten Bereichen kann die Unfallrate bis zu 30 Mal höher liegen.

Die Vorhersagen helfen dem russischen Verkehrsministerium die Gefahren besser zu erkennen und zu vermeiden, sowie auch deren Folgen zu minimieren. Aufgrund der Stau- und Unfallprognosen können beispielsweise während Schneestürmen Sonderausstattung und Technik effizient verteilt und eingesetzt werden.

Roman Starovoit, der bei der Verkehrsbehörde für die Entwicklung innovativer Techniken verantwortlich ist, hat großes Interesse an der Technologie bekundet.

„Die Kombination aus unseren Daten ermöglicht uns eine bessere Vorhersehbarkeit von Verkehrssituationen, wie sie in der Vergangenheit nicht möglich waren. Der Einsatz eines Überwachungssystem, das mit den neuen Technologien gekoppelt ist, wird ein Mehr an Sicherheit auf die Straßen bringen“

– so Starovoit.

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