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Big Data in der Stahlfabrik – Wie Yandex mit Daten Produktionsprozesse optimiert!

Veröffentlicht in: Online Handel und E-Commerce, am: 11 September 2015 | No Comments |

Der russische Suchriese dringt mit seiner Big Data Abteilung „Yandex Data Factory“ scheinbar immer weiter auch in klassische Offlinebereiche vor. In der Stahlfabrik MMK aus Magnitogorsk, Russland, hätte sicher keiner der Stahlkocher von einst gedacht, dass Big Data hier einmal Einzug halten würde, um die Produktionsprozesse der Stahlherstellung zu optimieren.

Yandex Data Factory, als ein zukunftsträchtiger Geschäftszweig der russischen Suchmaschine Yandex, beschäftigt sich mit der Einführung von Technologien, um große Datenmengen zu analysieren. Diese großen Datenmengen fallen auch in der Stahlfabrik MMK an. Wie ein Vertreter von Yandex bestätigt hat, sind die Verträge bereits unterzeichnet worden.

Big Data

Big Data (c) Bildquelle: flickr / r2hox / CC BY 2.0

 

Big Data bei Ferrolegierungen

Zusammen mit dem IT-Unternehmen plant MMK die Vielzahl der Daten, hier insbesondere die Sauerstoff-Konverter-Daten, die für die Qualität der Legierungen verantwortlich sind, in ein mathematisches Modell einzubinden, das maschinell die Analysen vornehmen soll. Der Zweck des Modells ist es, die optimale Menge der Zusatzstoffe bei Ferrolegierungen zu bestimmen. Diese Zusätze stehen in Korrelation zu Ausgangsmasse und Gewicht.

Lesen Sie auch: Big Data Anwendungsbeispiele aus dem Hause Yandex

Laut dem stellvertretenden Generaldirektor der MMK für Finanzen und Wirtschaft, Sergey Sulimov, ist das Stahlwerk der erste Kunde aus der Schwerindustrie, der bei Yandex Data Factory unter Vertrag steht. Insbesondere in der geplanten Einsparung von Rohstoffen von jährlich 3-9 Millionen US-Dollar sei das größte Potenzial zu sehen. Das Projekt sei als Pilot zu betrachten, das sich bei Erfolg auch auf weitere Bereiche des Stahlunternehmens beziehen lasse.

MMK Magnitogorsk, Russland

MMK Magnitogorsk, Russland

 

„Das Modell arbeitet mit zehntausenden von unterschiedlichen Parametern, die aus vorherig produzierten Legierungen gewonnen wurden“

– sagte ein Vertreter von Yandex Data Factory.

Big Data nicht nur im Produktionsbereich

Demnach kam es schon zu Zusammenarbeiten mit anderen Unternehmen, nicht nur aus dem Produktionsbereich. Zu den Kunden zählen „Rosavtodor“, für das Vorhersagesystem für Staus und Verkehrsunfälle, der Gameentwickler „Wargaming“, „AstraZeneca“, einem Medizininstitut, das den Ausbruch und die Wahrscheinlichkeiten von Epidemien erforscht und auch der „Sberbank“. Alleine der Auftragswert bei einem der größten russischen Finanzinstitute belief sich auf 13,7 Millionen Rubel.

Interview mit Arkady Volozh, Gründer und CEO von Yandex N.V. Ausführlich über Big Data auf Seite 3

Entsprechend positiv fielen auch die Statements zu Big Data vom damaligen CEO und Gründer von Yandex, Arkady Volozh, aus:

„Diese Art der Technologie können, wenn überhaupt, vielleicht nur ein Dutzend Unternehmen weltweit stellen. Die meisten dieser Lösungen basieren auf maschinellem Lernen, dem Big Data Analytics, welches wir bereits seit Jahren in unserer Suchmaschine integriert haben. Darunter fällt beispielsweise die Relevanz in der Suche, aber auch Vorhersagen oder das so genannte Web-Targeting.“

Ab 2014 liefen bereits mehrere Dutzend Pilotprojekte in Sachen Big Data. Zu ihnen kann man sicherlich auf die Arbeit für CERN sehen. Glaubt man den Analysten, dann kann bis zum Jahre 2018 der Markt für Dienstleistungen in Sachen Big Data auf 60 Milliarden US-Dollar anwachsen.

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