Das System sich Ware bequem nach Hause schicken zu lassen, hat in Deutschland eine lange Tradition. Versandhäuser wie Quelle und Neckermann haben schon damals Ware nach Hause geschickt. Internet gab es noch nicht und ausgesucht wurde aus telefonbuchdicken Katalogen.

Heute wählt man per Mausklick in Onlineshops aus, bestellt und bekommt geliefert. Einige der Riesen wie Neckermann und Otto haben den Trend erfasst und sind mit eigenen Onlineshops gefolgt – weg vom reinen Katalog. Einige haben es nicht geschafft und sind Geschichte, wie Quelle.

Die Top 10 Online Versender
Die Top 10 Online Versender

 

Derzeit mischen die jungen Wilden den Markt auf und dominieren – und es haben sich Unternehmen, die nicht jedermann kennt, zum Klassenprimus gemausert. Wussten Sie, dass notebooksbilliger.de unter den TOP 10 Onlineversandhäusern ist?

Von den rund 23 Milliarden Euro erwirtschafteten Amazon und Otto rund vier Milliarden Euro. Aber im Markt ist Bewegung: 2010 tauchten viele neue Namen im Ranking auf: konkret waren es 37 Prozent Neunennungen im Vergleich zum Vorjahr. Der gesamte E-Commerce Markt in Deutschland ist 2010, im Vergleich zum Vorjahr, insgesamt um mehr als 13 Prozent gewachsen.

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  • 1. Übersicht
  • 2. Amazon
  • 3. Otto
  • 4. Neckermann
  • 5. Telekom
  • 6. Conrad
  • 7. Bonprix
  • 8. Weltbild
  • 9. Thomann
  • 10. Notebooksbilliger
  • 11. Baur

Amazon Logo
Amazon Logo. Logo: Wikipedia

 

Platz 1: Amazon
Amazon.de ist der Lieblings-Onlinehändler der Deutschen. Mit einem Umsatz von 2,546 Milliarden Euro hat Amazon fast doppelt so viel verdient wie Otto. Wobei Amazon keine reine Preissuchmaschine oder Preisvergleich ist, kann der Kunde Preise bei Amazon richtig gut vergleichen. Auf einen Blick findet man dort den günstigsten Anbieter des gewünschten Artikels.

Der Umsatz des Onlineriesen Amazon ist rund doppelt so hoch wie beim Traditionshaus Otto. Der gesamte sogenannte E-Commerce Bereich verzeichnet hohe Zuwachsraten und die Jahresumsätze in der gesamten Onlineshop-Branche übersteigen die Erwartungen stetig. Im Jahre 2010 konnte die gesamte Branche der Online-Shops rund 23 Milliarden Euro erwirtschaften.

Otto Logo
Otto Logo. Logo: Wikipedia

 

Platz 2: Otto
Jeder kennt den Slogan des Hamburger Versandhauses: „Otto Versand Hamburg“. Und lange sind sie im Geschäft. Das Hamburger Unternehmen wurde bereits im Jahre 1949 gegründet. Und immer wieder wurde der langersehnte Katalog erwartet, indem dann die gesamte Familie schmökerte. So war das damals bei den Katalogversendern. Heute gibt es noch die telefonbuchdicken Kataloge, jedoch kombiniert mit einem umsatzstarken Online Shop. Mit Abstand auf den zweiten Platz hat Amazon Otto verwiesen. Im Geschäftsjahr 2012 konnte Otto.de in Onlineversandgeschäft 1,48 Milliarden Euro Umsatz machen.

Neckermann Logo
Neckermann Logo. Logo: Wikipedia

 

Platz 3: Neckermann
Neckermann ist ein sogenannter Multi-Channel-Händler. Mit diesem System, teils Onlineshop, teils Kataloggeschäft, konnte Neckermann im Geschäftsjahr 2010 über 850 Millionen Euro Umsatz machen und belegt einen guten dritten Platz.

Telekom Logo
Telekom Logo. Logo: Wikipedia

 

Platz 4: Telekom
Eigentlich kein klassischer Onlineversender, sondern Telekommunikationsanbieter, aber auch Telekom.de verkauft fleißig Produkte über seinen Onlineshop. Im Geschäftsjahr 2010 machte das über 438 Millionen Euro Umsatz.

Conrad Logo
Conrad Logo. Logo: Wikipedia

 

Platz 5: Conrad
Einst war Conrad Elektronik ein verstaubter Elektronikhändler für den sich allenfalls Elektronikfreaks, Modellbauer und Bastler interessiert haben. Conrad hat rechtzeitig auf den Onlineversand gesetzt und ist erfolgreich damit. 2010 machte Conrad online über 430 Millionen Euro Umsatz.

Bonprix Logo
Bonprix Logo. Logo: Wikipedia

 

Platz 6: Bonprix
Keine Konkurrenz im eigenen Haus, vielmehr eine Erweiterung der Zielgruppe. Bonprix ist eine Tochter von Otto und setzt ganz auf die Versendung von Kleidung und Textilien. Einen Umsatz von über 388 Millionen Euro konnte so im Onlinegeschäft generiert werden, immerhin über ein Drittel von dem, was Otto online umsetzt.

Weltbild Logo
Weltbild Logo. Logo: Wikipedia

 

Platz 7: Weltbild
Das Onlinegeschäft für Weltbild lohnt sich. Im Jahr 2010 konnte das Unternehmen über 350 Millionen Euro umsetzen. Die Verlagsgruppe Weltbild entstand bereits in den Nachkriegsjahren und ging aus einem katholischen Zeitschriftenverlag hervor. 1948 übernahm Weltbild den Verlag. Anfänglich wurden ausschließlich christliche Verlagserzeugnisse produziert.

Mangelndes Interesse an sogenannten „Katholischen Erbauungschriften“, führte zur Weltbild Verlag GmbH, im Jahr 2001 der Verlagsgruppe Weltbild. Derzeit hält die Verlagsgruppe Weltbild mit ihrem Onlinebuchhandel eine Spitzenposition bei den Buchhändlern.

Thomann Logo
Thomann Logo. Logo: Wikipedia

 

Platz 8: Thomann
Rund 348 Millionen Euro Umsatz bescherte das Onlinegeschäft für das auf Musiker spezialisierte Geschäft. Das traditionsreiche Musikhaus aus Bayern wurde 1990 grundlegend von Hans Thomann jun. umstrukturiert und bereits 1992 auf Versand umgestellt. Neben dem Ladengeschäft wurden Kataloge an Kunden geschickt. Heute beträgt die monatliche Auflage des Prospekts rund 1,25 Millionen. Mit seinen Thomann Cyberstore hält das Unternehmen sich als umsatzstärkster europäischer Onlinehop für Musikerbedarf.

Notebooksbilliger Logo
Notebooksbilliger Logo. Logo: Wikipedia

 

Platz 9: Notebooksbilliger
Notebooksbilliger.de gehört ebenfalls zu den Lieblingen der Deutschen. Mit über 320 Millionen Euro Umsatz belegen die Onlinehändler für Smartphones, Tablets, PC’s und Unterhaltungselektronik den neunten Platz. Entstanden ist das Unternehmen aus einer Firma für Softwareentwicklung. 2001 entschloss man sich zum Onlineshop notebookbilliger.de. Mittlerweile ist notebookbilliger.de eine Aktiengesellschaft.

Baur Logo
Baur Logo. Logo: Wikipedia

 

Platz 10: Baur
Lange als traditioneller Universalversender mit Katalog und eigenen Ladengeschäften, ist aus dem Multi-Channel-Versender ein erfolgreicher Onlinehändler geworden, der mittlerweile zur Otto Group gehört. Im Jahre 2010 konnte baur.de einen Umsatz von über 250 Millionen Euro erwirtschaften. Baur belegt dadurch den zehnten Platz und landet unter den TOP 10.

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Kommentar (1)

Birte

28. Februar 2017 um 18:35

Manchmal sehne ich mich noch an die Zeiten in den 70er und 80er Jahren zurück, in denen manchmal drei oder vier Kataloge zu Hause auf dem Tisch lagen. Darin konnte man herrlich die Zeit verbringen und davon träumen, wie das so wäre sich ein Wohnung einzurichten oder etwas anderes zu besitzen. Die Kataloge wogen Kilos. Ich finde dieses Einkaufserlebnis kann heute kein Onlineshop per Mausklick schaffen. Visuell schaffen das vielleicht Onlineshops, aber was ist mit der Haptik und dem Geruch nach Druckereifarben………?

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