NO-GO! 5 Versuchungen, denen man als Online-Marketer erliegen kann

Veröffentlicht in: Content-Marketing, am: 30 Januar 2017 | No Comments |
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Lassen Sie bitte die Finger von gewissen Maßnahmen, die den schnellen Erfolg versprechen, auch wenn die Verlockungen noch so groß sind. Gefährden Sie nicht Ihr Projekt!

Versuchungen für Marketingfachleute und Webseitenbetreiber sind immer und überall gegeben. Es sind die Verlockungen sich mal eben eines fremden, weil guten Contents, zu bemächtigen, um damit die eigene Präsenz aufzuwerten. Dazu gehören aber auch so offensive Dinge wie das Spamming und der Gleichen mehr.

Bequemlichkeit als Sünde

Bequemlichkeit als Sünde. Bildquelle: flickr / Manos Tzivakis / CC BY 2.0

 

Ein anderer Bereich sind die Versuchungen, die nicht so gezielt begangen werden, sondern vielmehr vor dem Hintergrund der Bequemlichkeit erfolgen. Hier muss man sehen, dass diese Maßnahmen vielleicht auf kurze Dauer hin Wirkung zeigen können, sich aber mittel- und langfristig nicht auszahlen.

Sich den Versuchungen des zweiten Typs zu entziehen ist mitunter sehr viel schwieriger. Deshalb ist es viel wichtiger diese Versuchungen schnell zu erkennen und sie gezielt zu umschiffen oder durch andere zu ersetzen.

Versuchung 1: Ein Sklave von Stereotypen und Vorlagen sein

Es sind die Stereotypen, die wir alle kennen und verwenden (sogar dieser Beitrag ist nicht frei von ihnen). Vorlagen und Stereotypen, die zum Einsatz kommen und sich immer und immer wiederholen.

Es gibt eine Vielzahl von Seiten, Blog-Posts und E-Mails, die scheinen nur dazu da zu sein, um stereotype Vorlagen abzubilden.

Beispiele:

  • 10 Gründe, warum wenn Sie [X] machen, Sie [Y] erhalten.
  • 20 Möglichkeiten zu tun [X] jetzt!
  • Wie [X] erhöhen [Y].

Man muss aber auch sagen, dass es gute Vorlagen gibt, beispielsweise für Headlines, Blogposts und dergleichen mehr, die sich sehr wirkungsvoll einsetzen lassen. Gut eingesetzt, können Sie den richtigen psychologischen Trigger darstellen und Diskussionen anregen, Traffic bringen, Konversionen fördern. Machen Sie sich aber nicht zum Sklaven dieser Vorlagen.

James Altucher Der bekannte Blogger James Altucher durchbricht in seinen Blog dieses Verwenden von bestehenden Vorlagen ganz gekonnt. Wenn man sich seinen Blog anschaut, wird man sehen, dass er ganz gewöhnliche Headlines verwendet. Einige seiner populärsten Beiträge heißen beispielsweise:

  • „10 Gründe mehr, um jetzt sofort Ihren Job zu kündigen!“
  • „Wie man einen Bestseller selber verlegt – Publishing 3.0“
  • „Wie man in vier Schritten zum glücklichsten Menschen der Welt wird!“

Einsatz von psychologischen Triggern

In diesem Reich der gängigsten Vorlagen-Überschriften, die sich immer gleichen, findet man aber manchmal richtige Perlen bzgl. des Einsatzes von psychologischen Triggern.
„Ich bin völlig von Yoga gedemütigt“, oder „Warum überführe ich mich so häufig?“

Ich bin voll von Yoga gedemütigt

Ich bin voll von Yoga gedemütigt. Bildquelle: flickr / naturalturn / CC BY 2.0

 

Die Namen dieser Beiträge sind ein komplettes Gegenteil von einem „ordentlichen“ Einsatz von Überschriften. Aber Altucher ist clever genug zu erkennen, dass es nicht ausreichend ist, einfach anders oder ungewöhnlich zu sein. Deshalb macht er auch in seinen ungewöhnlichen Überschriften von psychologische Auslösern Gebrauch, die Menschen dazu bringen, auf die Links zu klicken.

In der erwähnten Überschrift „Ich bin völlig von Yoga gedemütigt“ gibt es zwei davon:

  • 1. Angst, weil keiner gedemütigt sein will
  • 2. Empathie (die Anteilnahme) – ein starkes Gefühl, da wir alle schon mal gedemütigt worden sind. Dann setzt dieses Gefühl auch kollektiv ein und der User bekommt den Eindruck nicht alleine zu sein.

Man sollte also nicht komplett auf Vorlagen und Stereotypen verzichten. Aber wenn man sich ab und an absichtlich dagegen entscheidet, sollte man geschickt vorgehen und Gefühle und psychologische Trigger nutzen.

Versuchung 2: Übertreiben Sie nicht mit der schamlosen Werbung

Produkte werden regelmäßig verbessert und neu aufgelegt. Dabei sind das selten die ganz großen Veränderungen, vielmehr kleinere Anpassungen. Hier gilt es diese zwar im Marketing gut anzukündigen, aber keinesfalls zu übertreiben.

Hier einen Hype auszulösen, der sich dann nicht bewahrheitet, wäre unangebracht. Hier sollten aus Marketingsicht die Dinge in den Vordergrund rücken, die konkret verbessert wurden.

Mit Werbung übertreiben

Mit Werbung übertreiben. Bildquelle: flickr / Bartek nie wypada / CC BY 2.0

 

Ganz wichtig ist bei der Bewerbung von Neuerungen, dass die Erwartungen nicht höher sein dürfen, als das Produkt es letztendlich halten kann. Arbeitet man hier unsauber, kann das vielleicht kurzfristig etwas bewirken, aber keinesfalls Kunden langfristiger binden.

Versuchung 3: Den Kontext ignorieren

Nur weil etwas bei der Konkurrenz funktioniert, bedeutet das nicht, dass das auch bei Ihnen positive Effekte aufweist.

Natürlich kann es sehr inspirierend sein, wenn man sich von einer guten Idee leiten lässt, aber im Kontext Ihres Unternehmens betrachtet, kann es nicht sinnvoll sein, dass umzusetzen. Vielleicht ist bei einer Produktvermarktung ein Video ein gutes Mittel der Wahl, aber für Ihre Zwecke nicht zu gebrauchen. Machen Sie also nicht den Fehler den Kontext außer Acht zu lassen.

Damit ein Geschäft funktionieren kann, ist es erforderlich, dass in erster Linie das Vertrauen der Kunden gehalten wird.

Was würden Sie beispielsweise denken, wenn Banken, Versicherungen oder Unternehmen der Gesundheitsbranche dieselben Werbebotschaften aus der Glücksspielszene einfach übernehmen würden? Sicherlich kann man schon sagen, dass sie in der originären Branche angebracht sind und sich positiv auf eine Konversion auswirken, aber in anderen Branchen einfach deplatziert wirken.

Damit ein Geschäft funktionieren kann, ist es erforderlich, dass in erster Linie das Vertrauen der Kunden gehalten wird.

Sich Zeit nehmen

Sich Zeit nehmen. Bildquelle: flickr / efanos papachristou / CC BY 2.0

 

Versuchung 4: Sich keine Zeit zu nehmen

Wir alle arbeiten gegen die Uhr und so kommt es, dass für wichtige Dinge immer weniger Zeit bleibt. Dem kann so sein, aber vielfach ist es eine Sache des Zeitmanagements. Aber jeder von uns hat 15 Minuten Zeit.

Die 15-Minuten-Strategie hat der Time-Management-Berater Robert D. Smith entwickelt und sie besagt, dass auch die noch so gestressten Menschen immer noch eine viertel Stunde haben, um wichtige Dinge anzugehen.

Sobald Sie bereit sind auf „Veröffentlichen“ oder „Senden“ zu klicken, stellen Sie den Timer auf 15 Minuten, so dass Sie für diese Viertelstunde versuchen, Ihren Text zu verbessern. Machen Sie in dieser Zeit aus etwas Gutem etwas Perfektes.

Versuchung 5: Nur langweilige Fachliteratur zu lesen

Haben Sie jemals darüber nachgedacht, ob Sie vielleicht die richtigen Bücher lesen oder Blogs?
Vielleicht werden Sie feststellen, dass sich da zum überwiegenden Teil Fachliteratur und Blogs befinden, die nur auf das eigene Fachgebiet beschränkt sind. Marketer lesen Marketingdinge, Mediziner befassen sich mit Medizinthemen.

Das kann auf Dauer dazu führen, dass Sie sich regelrecht zu einem „Fachidioten“ entwickeln, der es nicht mehr schafft auch mal über den Tellerrand hinaus zu blicken.

Langweilig sein

Langweilig sein. Bildquelle: flickr / Cheryl Colan / CC BY 2.0

 

Joseph Sugarman ist einer der bekanntesten Texter, der es geschafft hat sich fernab vom Gängigen zu bewegen:

Joseph Sugarman

„Die besten Texter der Welt sind diejenigen, die auf das Leben neugierig sind, viel lesen, reichlich Hobbys haben, die leben, reisen und über jede Menge Fähigkeiten verfügen. Solche Menschen sind im Stande zu schreiben.“

Wenn Sie es schaffen auch nur einer Vermarktungs-Versuchung zu widerstehen, werden Sie sehen, dass sich das sehr schnell in einer besseren Konversion auswirken kann.

Gute Beiträge sind es wert geteilt zu werden!
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