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Longreads schreiben, die gelesen werden. 11 Tipps

Veröffentlicht in: Content-Marketing, am: 18 Februar 2018 | No Comments |

Tweets und Videos sind angesagt und scheinen in der Contentvermarktung das geeignete Mittel zu sein. Dennoch tut sich ein hocheffektives Content-Format hervor, das vieles besser kann, aber immer noch nicht ganz in den Köpfen angekommen ist – Longreads! Wie man Longreads schreibt, dass sie gelesen werden, kann nicht jeder. Hier sind ein paar Tipps, wie Sie Ihre Schreibe überprüfen können.

Longread lesen am Smartphone

Longread lesen am Smartphone. (c) Bildquelle: flickr / Fouquier / CC BY 2.0

1. Warum schreibt man Longreads, wenn jeder nur Videos anschaut und Tweets liest?

Erstens, es ist spannend. Sie haben eine Textidee und kennen sich in einem Thema aus. Hier einen Infoanlass zu schaffen und Geschichten auf eine andere Art und Weise zu erzählen, wird Leser faszinieren. Außerdem sind Longreads praktisch unsterblich – sie kann man immer wieder lesen, auch Jahre später.

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2. Der Text beginnt wie jede Studie mit einer Hypothese

Haben Sie ein Thema, stellt es in gewisser Weise eine Hypothese für den Leser dar. Hier gilt es bei einem guten Longread beispielsweise Experten zu einem Thema zu finden, die eine Hypothese untermauern können. Dabei geben Sie die Richtung vor, an der sich der Leser orientiert.

3. „Long“ bedeutet nicht unbedingt lang

Der Text muss nicht über einen enormen Umfang verfügen, um gut zu sein. Machen Sie eher den Umfang des Textes von der Anzahl der Protagonisten der Geschichte, dem Thema als solches und den Experten abhängig. Dabei gilt es ein gutes Mittelmaß zu halten, immer etwas Neues und Interessantes zu liefern und keinesfalls die Geschichte aufzubauschen.

Einen Helden für die Geschichte finden

Einen Helden für die Geschichte finden. (c) Bildquelle: flickr / Kartik Malik / CC BY 2.0

4. Finden Sie den Helden für die Geschichte

Einen „Helden“ für ein Longread zu gewinnen kann als großes Glück betrachtet werden. Finden Sie einen über das soziale Netzwerk Ihrer Wahl und überreden Sie ihn dazu, an Ihrem Longread teilzunehmen.

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5. Kehren Sie zu Ihrer anfänglichen Hypothese zurück

Wie sieht es nun aus? So, wie es ursprünglich beabsichtigst war? Von der Theorie müssen Sie nicht sehr abweichen, genauso sollte man zu viele Anpassungen und Nachbesserungen vermeiden.

6. Vergessen Sie für eine Weile alles, was Sie bereits geschrieben haben

Denken Sie an Veilchen, an Sport oder ein neues Smartphone, bis der Longread-Stoff in ihrem Kopf verdaut wird. Lesen Sie parallel dazu andere Texte und nicht nur Artikel und Sachbücher. In der Literatur findet man viele solcher Tricks.

Ein paar Journalistentricks

Was macht Ihr Longread noch zündender? Der gute alte szenische Einstieg animiert zum Lesen.

 

7. Szenischer Einstieg – ein alter Journalistentrick

Diesen Trick benutzen immer noch Newsweek, The New Yorker und die anderen Großen. Nachdem Sie Leser dadurch angelockt haben, erklären Sie, was gerade passiert. Dann erzählen Sie, wie alles begann. Danach können Experten im Text zu Wort kommen. Die Hauptsache dabei ist, sich nicht von einem zu starken Eintauchen in den „geschichtlichen Kontext“ mitreißen zu lassen.

8. Zahlen schmücken immer den Text

Besonders wenn sie nicht erfunden oder gefälscht sind. Seriöse Statistiken sind beste Argumente für jeden Text.

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9. Erzählen Sie, wie Ihr Held aussieht. Beschreiben Sie seine Schuhe

Die Details sollten nicht pauschal und inflationär eingesetzt werden, vielmehr gezielt, sie sollten Ihre Aussagen veranschaulichen und die Geschichte stützen. Der Leser wird sich vielleicht nicht mehr an alle Details der Geschichte erinnern können, aber an Eindrücke, die über Details und Beschreibungen transportiert werden.

10. Wozu ist das alles? Warum schreibe ich diesen Text, warum sollte jemand ihn lesen?

Die Antwort auf diese Frage kann enttäuschend ausfallen. Die Hauptsache ist, dass man in dem Moment nicht seinen eigenen Emotionen erliegt.
Besprechen Sie das mit den Kollegen. Erzählen Sie ihnen, was der Grund ist und wovon die Geschichte handelt.

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Warum schreibe ich diesen Text?

Dabei sollte man versuchen nicht den eigenen Emotionen zu erliegen. Es ist auch nicht weiter schlimm, dass Sie kein Polizist oder Feuerwehrmann geworden sind.

Longread Leser. (c) Bildquelle: flickr / denis_kelly / CC BY 2.0
 

11. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gut geschrieben, es bleiben nur noch letzte drei Fragen

Sie selbst
Stellen Sie sich die Frage, ob Sie den Text selber bis zu Ende lesen würden? Sollte dem nicht so sein, sollten die Stellen entfernt werden, die den Lesefluss hemmen. Schneiden Sie diese gnadenlos heraus.

Ihre Mama
Würde Ihre Mutter den Text lesen? Sehen Sie Ihre eigene Mutter als das Maß der Dinge an, um zu sehen, ob der Beitrag auf ein breites Interesse fällt. Interessiert der Beitrag Ihre Mutter, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er fern der eigentlichen Zielgruppe auch auf Interesse stoßen könnte. Ihre aufrichtige Überraschung bei die unerwartete Wendung im Text ist ein wahres Zeichen für ein erfolgreiches Storytelling.

Ihr Redakteur
Und was will der Redakteur sagen? Wenn er sagt, dass alles umgeschrieben werden muss.. gehe zurück zum ersten Punkt und fang noch einmal von vorne an.

Gute Beiträge sind es wert geteilt zu werden!

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