Open Source CMS. Hausarbeit CMS. Teil 1.4

Veröffentlicht in: CMS, am: 16 März 2010 | 1 Comment |

Die Geschichte der Open Source Computersoftware fängt an in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, als die ersten Computersysteme, von IBM und anderen Unternehmen mit Software ausgeliefert wurden, deren Quellcode frei zugänglich war. Der Quellcode durfte verändert und an Dritte weitergegeben werden.

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Open Source

Open Source

 

Geschichte von Open Source

Ende der 60er Jahre änderten viele Unternehmen ihre Strategie und Mitte der 70er Jahre war das normal, dass Software ohne Quellcode verkauft wurde. In den 80er Jahren expandierten die kommerziellen Softwarehersteller, welche den Quellcode ihrer Produkte stets geheim hielten. Aus der universitären Welt regte sich jedoch Widerstand an dieser Tendenz und so wurden 1984 die ersten freien Softwareprodukte mit Quellcode unter der sogenannten GPL Lizenz (General Public License) verbreitet.

GNU

GNU

 

GPL

Die GPL wurde von dem GNU-Project definiert, welches sich zur Aufgabe machte, ein an Unix angelehntes freies Betriebssystem mit dem Namen GNU-System zu entwickeln. Anfang der 90er Jahre erlebte die GPL einen großen Aufschwung, als mit Linux ein leistungsfähiges Betriebssystem mit Quellcode verbreitet wurde.

[Als GPL oder auch GNU (General Public License) bezeichnet man eine freie Softwarelizenz, die von Richard Stallman für die Free Software Foundation entwickelt wurde. Die erste Version der GPL wurde im Jahr 1989 entwickelt.] [GNU ist ein völlig freies, auf Linux basierendes Betriebssystem. GNU kennt man aber eher angesichts der vom GNU-Projekt eingeführter Lizenzart, GNU General Public License. Kurz gefasst besagt GNU, ein Programm oder ein anderes Werk, ein Foto zum Beispiel, frei zu halten und zu verlangen, dass alle weiteren Versionen des Werkes auch frei sind.] [Linux ist mittlerweile ein Sammelbegriff für freie Betriebssysteme geworden, die basierend auf Linux-Kernel funktionieren. Das macht seit dem Jahr 1992 die kostenlose und freie GPL Lizenz möglich, die von jedermann nutzbar ist. Das Besondere ist, dass Linux fortwährend von Softwareentwicklern verbessert wird, die aus Idealismus und ohne Finanzinteressen an dem Produkt arbeiten.]

Eine wichtige Eigenschaft von GPL: alle Ableitungen eines unter der GPL stehenden Werkes dürfen weiterhin nur dann verbreitet werden, wenn sie auch den Bedingungen von GPL entsprechen.

[Der so genannte Quellcode ist die Abfolge von Befehlen und Anweisungen in einer bestimmten Programmiersprache und für den z.B. einen Webseitenbesucher auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Erst die Nutzung einer bestimmten Funktion im Webbrowser, lässt den Quellcode sichtbar werden und erkennen, in welcher Programmiersprache der Quellcode geschrieben wurde.

Die Suchmaschinen sehen bekanntermaßen „durch andere Brille“. Wo menschliche Seitenbesucher eine rote Überschrift, ein Bild oder eine Animation sehen, sieht Google nur den Quellcode.]

Open Source in Paris und München

Der Einsatz von Open Source Software setzt sich in der öffentlichen Verwaltung und in Unternehmen zunehmend durch. So plant beispielsweise die Stadtverwaltung Paris für den Betrieb ihrer Desktopsysteme mit ca. 17.000 PC-Arbeitsplätzen, 400 Servern, und rund 600 Anwendungen, verteilt auf 1.800 Standorten Linux als Betriebssystem einzusetzen. Die Stadtverwaltung München betreibt unter ähnlichen quantitativen Rahmenbedingungen schon seit geraumer Zeit ihre Desktopsysteme unter Linux.

Eine Studie von Soreon Research unter 50 deutschen Unternehmen zeigt, dass Unternehmen, die das Open Source Produkt „Open Office“ anstelle von Microsoft Office im Bereich Büroanwendungen einsetzen, 20% Kosten sparen und im Serverbereich durch einen Umstieg von Windows auf Linux 30% der Kosten eingespart haben. Soreon Research zeigt, dass durch den Einsatz von Open Source Datenbanksoftware und Open Source Content Management Systemen 25% Prozent der Kosten reduziert werden können.

[Datenbanksoftware oder Programme für die Datenbank Verwaltung gibt es viele und für unterschiedliche Zwecke. Das meist bekannte und benutzte Programm, das häufig bei der Webentwicklung eingesetzt wird, heißt phpMyAdmin] [Das Apache OpenOffice ist ein freies Office Programm, das neben einem herkömmlichen Textverarbeitungsprogramm, u.a. ein Zeichen-, Tabellenkalkulations-, Präsentations- und Datenbankprogramm enthält. Das Apache OpenOffice entstand aus dem vormaligen OpenOfficce org.

Dieses unabhängige und offene Projekt stellt mittlerweile eines der größten Officepakete dar und ist mit allen gängigen Betriebssystemen kompatibel. Ermöglicht wird das durch offene Schnittstellen und einem Dateiformat das XML-basiert ist.]

PhpMyAdmin ein Tool zur Verwaltung von Datenbanken direkt im Internet, über den Webbrowser. Diese Datenbanksoftware haben ganz viele Hoster im Einsatz.

Einsatzgebiete von Open Source CMS

CMS, welche über eine Open Source Lizenz verbreitet und weiterentwickelt werden, finden sich mittlerweile in einer unüberschaubaren Masse und unterschiedlichsten Ausprägungen. In Internet lassen sich über 50 CMS finden, welche über eine Open Source Lizenz eingesetzt werden können.

Open Source CMS decken 70%-80% der am häufigsten geforderten Funktionen in diesem Bereich ab. 6 Produkte haben dabei eine besonders ausgeprägte Verbreitung erlangt: Mambo Open Source, OpenCMS, PHPNuke, Typo3, Joomla, Drupal. (Heute, 2010, gibt es natürlich wesentlich mehr CMS auf dem Markt, wie z.B. von uns allen geliebtes WordPress)

OpenCMS wird beispielsweise als öffentliche Website, Intranet, Extranet oder Dokumentenmanagementsystem genutzt von Unternehmen, wie 3M Germany, EADS, LGT Group, BürgschaftsBank NRW, Hypovereinsbank Gruppe, Renault und der ÖVP Österreich. Die Typo3 Website vermeldet 36.000 Installationen mit 11.235 registrierten Installationen und 1.578 registrierten Referenzprojekten.

[Als ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) bezeichnet man Systeme oder Tools zur Verwaltung von Dokumenten oder allgemein Informationen, aber auch Datensätze, Kunden, Aufträge etc. sowie auch deren Verschlagwortung, Anlegung von Metadaten und weiterer Informationsfelder zur besseren Integration der Dokumentensuche, Sortierung etc.] [Extranet hat im Sprachgebrauch meistens die selbe Bedeutung wie das Internet. Die Techniken, auf welchen Extranet basiert, sind dieselben wie beim Internet. Es gibt einen einzelnen, entscheidenden Unterschied – das Extranet eines Unternehmens ist nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich, sondern nur für einen Kunden-, Partner- oder Mitarbeiterkreis.]

559 Anbieter von Beratungs- und Implementierungsdienstleistungen sind registriert. Typo3 wird beispielsweise eingesetzt von Unternehmen, wie Karstadt, Magix AG, Schweizer Illustrierte, Volkswagen oder Pentax.

Mögliche Problemstellungen beim Einsatz von Open Source CMS

Bei der großen Angebotsvielfalt von Open Source Lösungen sollte genau darauf geachtet werden, dass ein CMS ausgewählt wird, welches die Projektanforderungen erfüllt. Dieser erste Arbeitsschritt ist für den Projekterfolg von besonderer Bedeutung, da hier die Grundlage für alle weiteren Arbeitsschritte festgelegt wird. Die Zusammenarbeit mit einem professionellen Dienstleister ist sehr empfehlenswert, damit technischer Support für den Notfall gesichert ist.

Ebenso sollte Kompetenz bzgl. der Entwicklung individueller Funktionalitäten oder der Erweiterung bestehender Funktionen bei dem Dienstleister vorhanden sein. Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass Probleme bei der Projektrealisierung in erster Linie auf einen nicht klar definierten Leistungsumfang und eine unpräzise Zeitplanung zurückzuführen sind.

Vorteile beim Einsatz von Open Source CMS

Open Source CMS eignen sich besonders für kleine und mittlere Unternehmen, Insbesondere durch die Möglichkeit derartiger Systeme ohne außergewöhnlich komplexe Kenntnisse Inhalte zu verändern oder zu ergänzen, machen Open Source CMS besonders interessant für den Betrieb einer Internetpräsenz oder eines Intranets. So kann praktisch jeder Mitarbeiter zu einem Redakteur werden und die Informationen im CMS bleiben stets aktuell. Durch die Vergabe unterschiedlicher Zugriffsrechte, können Freigabeprozeduren optimiert und ergänzt werden.

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