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Mrz 09

Suchmaschinenoptimierung 03.2009 Teil 3. SEO Vergütung. Erfolgsabhängig oder erfolgsunabhängig. Direkte Gewinnbeteiligung. Mix

Category: Suchmaschinenoptimierung, | Print the article

Kosten für SEO, wie viel ist angemessen? SEO Vergütungsmodell – erfolgsabhängig oder erfolgsunabhängig? Darum geht es hier, wie Suchmaschinenoptimierung / einen Suchmaschinenoptimierer bezahlen. Chancen und Risiken dabei.
Ich stelle die aus meiner Sicht 4 wichtigsten SEO Vergütungsmodelle vor.

Erfolgsabhängig

Erfolgsabhängig bedeutet praktisch TopTen. “X” Euro pro 1 Suchwort sobald das Suchwort in den Suchergebnissen unter den 10 ersten erscheint und solange bleibt. Diese Methode hat sowohl Vorteile als auch Nachteile. Früher habe ich immer so gearbeitet, momentan bin ich aber der Meinung, dass erfolgsabhängige Suchmaschinenoptimierung ziemlich gefährlich für beide Seiten sind. Ich ziehe zur Zeit andere Möglichkeiten vor und versuche auch zu erklären warum.

Wenn ein SEO auf seine Kosten nur bei TopTen kommt, und die zu optimierende Seite stur in die TopTen nicht will, ist die Versuchung seitens SEO zu groß, kurzfristig auf nicht ganz saubere Mittelchen zu setzen, das KW auf die erste Seite zu bringen, zu kassieren und “abzuhauen”. Und wenn Google in diesem Moment die Änderung des Algorithmen vornimmt? Ein SEO der zu weit gehen will ist schon ein gefährliches Wesen :) Das kann also zu den unerwünschten Folgen für den Kunden führen.

Abgesehen von dieser Möglichkeit ist ein erfolgsabhängiges Vergütungsmodell gerade in den hart umkämpften Bereichen nicht möglich. Die Konkurrenz schläft nicht und macht immer weiter. Was passiert mit einer Seite die unter “Versicherung” in der TopTen steht, in SEO nicht investiert und nicht Wikipedia heißt? Na logisch, sie fliegt raus!

Auch kaum möglich ist die ergolgsabhängige SEO, wenn den Kunden ganz viele Keywords interessieren. Wie will man dann abrechnen? Wenn man sich “blauen Kühlschrank”, “blaue Kühlschränke”, “Kühlschrank blau” und “preiswerten blauen Kühlschrank” wünscht, sowie auch andere 138 Keywords, wovon viele sehr ähnlich sind, lässt sich nur das erfolgsunabhängige Vergütungsmodell anwenden.

Ich habe genügend Referenzen aus den nicht umkämpften Bereichen, wo nach der 3-monatigen Arbeit die Website immer noch (Jahre später) unter den erwünschten Suchbegriffen oben ist. Natürlich sind die Positionen nicht so gut wie am Anfang, aber trotzdem relativ gut. Es handelt sich aber wie gesagt um lokale, nicht besonders hart umkämpfte Begriffe.

Erfolgsunabhängig

Erfolgsunabhängige Suchmaschinenoptmierung ist eine faire und clevere Vorgehensweise mit eigenen Vorteilen und Nachteilen. Der Gedanke muss zu dem Kunden rüber – will man Geld im Internet verdienen und Internet für sich als Absatzmarkt nicht verlieren, muss man bereit sein ins Internet auch zu investieren. Von nichts kommt ja bekanntermaßen nichts.

Besonders schwierig ist dieser Gedanke wieder mal für die “kleinen”, für welche ein erfolgsunabhängiges Vergütungsmodell jeden Monat fixe Kosten bedeutet. Naja, der SEO muss auch auf seine Kosten kommen können, sonst lohnt sich diese zeitaufwendige Tätigkeit auch nicht. Erfolgsunabhängig ist aber auch nicht ganz gerecht – der SEO hat dann keinen “richtigen” Anreiz für Arbeit. Der Kunde muss in diesem Falle einem SEO auch vertrauen können, dafür sind die SEO-Referenzen ganz wichtig. Erfolgreich durchgeführte oder abgeschlossene Projekte. Und zwar die, die seitens eines SEO’s auch als eigene nachgewiesen werden können.
Eine andere Möglichkeit – auf “Mix” (unten) setzen.

Wenn man im Netz was verkauft, gibt es noch 2 Möglichkeiten – direkte Gewinnbeteiligung oder das, was ich Mix nenne. Mix ist noch “ein bisschen gerechter” als erfolgsunabhängig, da den Kunden vor schwarzen Schafen unter SEO’s schützt.

Direkte Gewinnbeteiligung

Als direkte Gewinnbeteiligung bezeichne ich die Möglichkeit dass ein SEO keine oder kleine monatliche Beiträge bekommt, aber Provision von jedem verkauften Stück Ware, sozusagen. Ich könnte mir vorstellen, einen SEO bei meinem Wunschkennzeichen Discount gut gebrauchen zu können, wenn ich nicht selbst einer wäre :)

Den würde ich auch pro ein verkauften Satz Kennzeichen bezahlen. Das erklärt wahrscheinlich, wieso Wunschkennzeichen Discount preiswerteste Kennzeichen im ganzen Netz bietet – die anderen die oben mitmachen wollen, müssen externe SEO’s bezahlen. Dadurch steigen auch die Selbstkosten. Ok, Schluss mit Werbung – der Grundgedanke ist verständlich, ein SEO tut optimieren, erreicht klasse Positionen und profitiert davon auch selbst. Gerecht?

Ja schon, passt aber nicht jedem SEO und nicht jedem Kunden. Einem SEO kann es nicht passen weil sich nicht alles trotz guter Positionen in SERP’s verkaufen lässt. Einem Kunden kann es nicht passen, weil sich eine Provision nicht überall integrieren lässt.
Naja, die Möglichkeit einen SEO nach den verkauften Stückzahlen zu bezahlen gibt es schon. Ist aber mit Risiko für beide Seiten verbunden.

Ich als SEO nur für die Gewinnbeteiligung nicht bzw. ungerne anfangen. Erstens, wer bezahlt Onpage Optimierung? Solange der Teil nicht abgeschlossen ist, verkauft sich garantiert nichts. Auch andere Sachen, wo ein SEO gewoht ist an sein Geld zu kommen. Mit einer einzigen Ausnahme – wenn es nicht wirklich die Ware wäre, wo ich “boooooah” sagen würde, wo es mich nicht ganz hart treffen würde und ich mir fast 100%-ig nicht sicher würde dass sich die Ware so dolle verkaufen lässt, dass ich da alles vergesse und damit anfange. Ansonsten unwahrscheinlich.

Mix

Ok, nun kommen wir zu dem wohl gerechtesten Modell aus allen – zu dem Mix Modell, wo die erfolgsbasierte Vergütung mit den fixen monatlichen Gebühren kombiniert wird.
Der Anreiz einer erfolgsabhängigen Vergütung gibt es dann immer noch, einem SEO vergeht also nicht die Lust was zu machen. Der Kunde schützt sich sowohl davor, dass der SEO viel zu sehr und zwar sofort in die TopTen will (wie oben beschrieben) als auch davor dass ein SEO nichts macht.
Ein SEO bekommt seine fixe monatliche Zahlung, kann weiterarbeiten und versuchen den erfolgsabhängigen Teil für sich zu gewinnen.
Das “Mix Modell” kann praktisch mit allen 3 oben beschriebenen Modellen mehr oder weniger kombiniert werden, damit für beide Seiten “fix-variabel” Faktor abgeschwächt wird. Das erscheint mir auch sehr sinnvoll.

Zu dem Schluss wollte ich sagen, dass auch wie sonst überall im Leben 2 vernünftige Menschen immer einen guten Weg finden zusammen zu arbeiten und von dieser Kooperation zu profitieren.
Ich hoffe, ich habe mir nicht umsonst Mühe gegeben hier die ganzen 952 Worte (laut WP) zu veröffentlichen. Wie sieht ihr das Problem, wie arbeitet ihr? Welches Vergütungsmodell ist euch lieber?

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