Open Source CMS. Hausarbeit CMS. Teil 1.4

Open Source CMS

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Die Geschichte der Open Source Computersoftware fängt an in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, als die ersten Computersysteme, von IBM und anderen Unternehmen mit Software ausgeliefert wurden, deren Quellcode frei zugänglich war. Der Quellcode durfte verändert und an Dritte weitergegeben werden.

Ende der 60er Jahre änderten viele Unternehmen ihre Strategie und Mitte der 70er Jahre war es normal dass Software ohne Quellcode verkauft wurde. In den 80er Jahren expandierten die kommerziellen Softwarehersteller, welche den Quellcode ihrer Produkte stets geheim hielten. Aus der universitären Welt regte sich jedoch Widerstand an dieser Tendenz und so wurden 1984 die ersten freien Softwareprodukte mit Quellcode unter der sogenannten GPL Lizenz (General Public License) verbreitet. Die GPL wurde von dem GNU-Project definiert, welches sich zur Aufgabe machte, ein an Unix angelehntes freies Betriebssystem mit dem Namen GNU-System zu entwickeln.
Anfang der 90er Jahre erlebte die GPL einen großen Aufschwung, als mit Linux ein leistungsfähiges Betriebssystem mit Quellcode verbreitet wurde.

Der Einsatz von Open Source Software setzt sich in der öffentlichen Verwaltung und in Unternehmen zunehmend durch. So plant beispielsweise die Stadtverwaltung Paris für den Betrieb ihrer Desktopsysteme mit ca. 17.000 PC-Arbeitsplätzen, 400 Servern, und rund 600 Anwendungen, verteilt auf 1.800 Standorten Linux als Betriebssystem einzusetzen. Die Stadtverwaltung München betreibt unter ähnlichen quantitativen Rahmenbedingungen schon seit geraumer Zeit ihre Desktopsysteme unter Linux.

Eine Studie von Soreon Research unter 50 deutschen Unternehmen zeigt, dass Unternehmen welche das Open Source Produkt Open Office anstelle von Microsoft Office im Bereich Büroanwendungen einsetzen 20% Kosten sparen und im Serverbereich durch einen Umstieg von Windows auf Linux 30% der Kosten eingespart haben. Soreon Research zeigt, dass durch den Einsatz von Open Source Datenbanksoftware und Open Source Content Management Systemen 25% Prozent der Kosten reduziert werden können.

CMS, welche über eine Open Source Lizenz verbreitet und weiterentwickelt werden, finden sich mittlerweile in einer unüberschaubare Masse und unterschiedlichsten Ausprägungen. In Internet lassen sich über 50 CMS finden, welche über eine Open Source Lizenz eingesetzt werden können. Open Source CMS decken 70%-80% der am häufigsten geforderten Funktionen in diesem Bereich ab. 6 Produkte haben dabei eine besonders ausgeprägte Verbreitung erlangt: Mambo Open Source, OpenCMS, PHPNuke, Typo3, Joomla, Drupal. (Nun 2010 sind natürlich wesentlich mehr CMS auf dem Markt, wie z.B. von uns allen geliebtes WordPress)

OpenCMS wird beispielsweise als öffentliche Website, Intranet, Extranet oder Dokumentenmanagementsystem genutzt von Unternehmen, wie 3M Germany, EADS, LGT Group, BürgschaftsBank NRW, Hypovereinsbank Gruppe, Renault und der ÖVP Österreich. Die Typo3 Website vermeldet 36.000 Installationen mit 11.235 registrierten Installationen und 1.578 registrierten Referenzprojekten.

559 Anbieter von Beratungs- und Implementierungsdienstleistungen sind registriert. Typo3 wird beispielsweise eingesetzt von Unternehmen, wie Karstadt, Magix AG, Schweizer Illustrierte, Volkswagen oder Pentax.

Mögliche Problemstellungen beim Einsatz von Open Source Lösungen
Bei der großen Angebotsvielfalt von Open Source Lösungen sollte genau darauf geachtet werden, dass ein CMS ausgewählt wird, welches die Projektanforderungen erfüllt. Dieser erste Arbeitsschritt ist für den Projekterfolg von besonderer Bedeutung, da hier die Grundlage für alle weiteren Arbeitsschritte festgelegt wird. Die Zusammenarbeit mit einem professionellen Dienstleister ist sehr empfehlenswert, damit technischer Support für den Notfall gesichert ist.

Ebenso sollte Kompetenz bzgl. der Entwicklung individueller Funktionalitäten oder der Erweiterung bestehender Funktionen bei dem Dienstleister vorhanden sein. Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass Probleme bei der Projektrealisierung in erster Linie auf einen nicht klar definierten Leistungsumfang und eine unpräzise Zeitplanung zurückzuführen sind.

Einsatzgebiete von Open Source CMS
Open Source CMS eignen sich besonders für kleine und mittlere Unternehmen, Insbesondere durch die Möglichkeit derartiger Systeme ohne außergewöhnlich komplexe Kenntnisse Inhalte zu verändern oder zu ergänzen, machen Open Source CMS besonders interessant für den Betrieb einer Internetpräsenz oder eines Intranets. So kann praktisch jeder Mitarbeiter zu einem Redakteur werden und die Informationen im CMS bleiben stets aktuell. Durch die Vergabe unterschiedlicher Zugriffsrechte, können Freigabeprozeduren optimiert und ergänzt werden.

Veröffentlicht in: CMS, von: Webdesign & Suchmaschinenoptimierung Agentur Design4u in Köln am: März 16th, 2010 | No Comments « | »

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