Quartalszahlen, Googles zweites Standbein, Microsofts Abschreibung

Vor einer Woche, am 19 Juli 2012 wurden Quartalsbilanzen einiger amerikanischen Unternehmen veröffentlicht, darunter auch Google und Microsoft. Der Tag hat uns gleich zwei Wenden beschert:

- die -Zahlen sind zum ersten Mal in die Googles Bilanz eingeflossen.
- Microsoft meldet zum ersten Mal ein negatives Quartalsergebnis seit seinem Börsengang im Jahr 1986. Wegen einer Abschreibung in Milliardenhöhe. Ratet mal, wo abgeschrieben wurde.

Googles zweites Standbein

In meiner Diplomarbeit, die auf design4u in Kürze veröffentlicht wird, wird auf das Thema “” ausführlicher eingegangen. Fakt ist: mehrere namhafte Unternehmen sind Opfer der scheinbar komfortablen Situation geworden, in welcher nur die starke Marktposition verteidigt wird und die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung verpasst werden.

Nachtrag:
1. Diplomarbeit ist komplett veröffentlicht
2. Mehr lesen zum Thema Google und The Innovator’s Dilemma

Die Bequemlichkeit in der vor allem Manager-Schicht und die daraus resultierende fehlende Innovationskraft sind seinerzeit zu einem Stolperstein für , und auch für Microsoft geworden.

Eine der zwei Prioritätsrichtungen für Google ist das Googles und die damit verbundene von Motorola. Google versucht weitere Geschäftsfelder zu erschließen, in der Situation in der die Einnahmen hauptsächlich über contentbezogene Werbeanzeigen kommen.

Zwar wären Googles Gewinne ohne Motorola höher ausgefallen (Google verlor mit dem Unternehmen insgesamt 233 Millionen Dollar), ist Motorolas Rolle für Google nicht zu unterschätzen. Mit Motorolas Patenten und Googles Android müssen irgendwann auch Gewinne im -Geschäft kommen. Ein historisches Ereignis geschah – das Googles kleine, zweite Standbein ist da!

Microsoft schreibt 6,2 Milliarden Dollar (im Online-Geschäft) ab

Es ist wichtig zu verstehen, was genau Microsoft abschreibt und welche Folgen das fürs und das Suchmaschinengeschäft hat. Microsofts Investitionen in die Online-Sparte, zu der auch die gehört, zahlen sich möglicherweise nicht aus.

Die Übernahme von der Online-Werbefirma Aquintive für 6,3 Milliarden Dollar im Jahr 2007 brachte nicht den gewünschten Erfolg und entpuppte sich als eine Fehlinvestition. Im laufenden Geschäftsjahr lag der operative Verlust der Microsofts Online-Sparte bei ca. 1,4 Milliarden Dollar. 2011 hat Microsoft im Online-Geschäft 2,66 Milliarden Dollar verloren.

Es zeigt sich deutlich, dass Microsoft in seinem Stammgeschäft immer noch prächtig verdienen kann. Besonders Windows und Microsoft Office lassen sich sehr gut verkaufen, viele Hoffnungen werden auf die neue Windows Version 8 gesetzt, die Ende des Jahres erwartet wird. Aber den Kampf um das Online-Geschäft verliert Windows (, Aquintive und Bing) langsam aber sicher.

Für das und die bedeutet das vor Allem eins: Googles monopolistische Stellung auf dem Suchmaschinenmarkt und weiterhin einen monopolähnlichen Marktanteil Googles im Suchmaschinengeschäft. Nun muss nur noch Facebook geschlagen werden…

1 Kommentar zum Beitrag : Quartalszahlen. Motorola-Zahlen in Googles Bilanz. Microsoft schreibt 6 Mrd. ab

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Von Vitaliy Malykin

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